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Anstoß für ein beispielhaftes Projekt
Wir sind ein gemeinnütziger Verein und anerkannter Träger der freien Jugendhilfe, der 1981 als erstes Fan-Projekt bundesweit gegründet wurde. In Zusammenarbeit mit den jugendlichen Werderfans setzen wir seitdem wichtige Impulse für eine gewaltfreie und vielfältige Fan-Kultur. Unsere Räume und unser Arbeitsfeld sind direkt vor Ort, in der Ostkurve, dem Herzen des Weser-Stadions. Durch unsere Einmischungskampagne „Sitzen ist für'n Arsch" ist dieser Ort von den jugendlichen Fans von Anfang an aktiv mitgestaltet worden. Dies hat bis heute zu einer starken Identifikation mit der Kurve und einem hohen Maß an Selbstbestimmung und Eigenverantwortung geführt und damit den Grundstein für unsere persönlichkeitsstärkende und demokratiefördernde Arbeit gelegt.

Ein vielfältiger Lernort
Die Ostkurve ist ein Ort der Vielfalt. Hier finden sich die unterschiedlichsten Menschen zusammen, um gemeinsam Werder Bremen zu unterstützen. Damit dies so bleibt, fördern wir Respekt und Toleranz bei den Werderfans und arbeiten für eine Kurve ohne Diskriminierung. In diesem Sinne ist die Ostkurve zugleich ein Lernort, bei dem wir die besondere Magie des Weser-Stadions und des darin befindlichen OstKurvenSaals (OKS) nutzen. Hier öffnen wir einen Raum und ermöglichen direkte Lernerfahrung für Austausch und Begegnung, indem wir die verschiedenen Akteur*innen miteinander in den Dialog bringen.
Unser Bildungsanspruch geht dabei weit über die Vermittlung von schulrelevanten Inhalten hinaus und schließt die Vermittlung sozialer und alltagstauglicher Komponenten ein. Ein Anspruch, den sich auch unser "Lernzentrum OstKurvenSaal" auf die Fahnen geschrieben hat, welches seit 2009 zahlreiche Lesungen, Workshops, Seminare oder auch Begegnungen mit den Spielern veranstaltet.

Bei Heim- und Auswärtsspielen immer am Ball
Als hoch emotionaler Ort und Brennglas für gesellschaftliche Konflikte, hat das Stadion seit jeher eine starke Attraktivität für Jugendliche. Allerdings kommt es hier auch immer wieder für diese Jugendlichen zu bedrohlichen und überfordernden Situationen. Unsere aufsuchende Arbeit ermöglicht es solche Situationen zu erkennen und unmittelbar einzugreifen bzw. zu unterstützen, wenn die Selbstregulation der jugendlichen Fans an ihre Grenzen stößt. Gleichzeitig ermöglicht uns diese Arbeitsweise persönliche Kontakte zu knüpfen und die Entwicklung der Fan-Szene verantwortlich zu begleiten.
Voraussetzung hierfür ist unsere regelmäßige Teilnahme an Heim- und Auswärtsspielen der ersten und der zweiten Mannschaft von Werder Bremen. Sie dient der Akzeptanz innerhalb der Szene und bildet die Basis eines Vertrauensverhältnisses, welches unabdingbar für die pädagogische Arbeit ist, insbesondere mit den jüngeren Fans.

Alle Mädchen und alle Jungen ins Spiel bringen
Wir begreifen das Stadion als Ort in dem Geschlechtlichkeit vielfältig ausgelebt und gebildet wird, aber wollen nicht ausblenden, dass dominantes männliches- und sexistisches sowie homophobes und transphobes Verhalten nach wie vor zu finden ist. Die Rollenerwartungen von und an Jungen und Mädchen sind unterschiedlich. Deswegen ist es uns ein Anliegen, geschlechtersensible Jugendarbeit zu leisten und ansprechbar zu sein, wenn es Fragen gibt oder Hilfe benötigt wird.

Den Ball weiterpassen
Das Fan-Projekt Bremen ist eine Drehpunkteinrichtung die zu anderen Einrichtungen und Institutionen weitervermittelt und Konflikte moderiert. Dazu zählen wir auch den kontinuierlichen Dialog zwischen Theorie und Praxis und die Teilnahme an Arbeitskreisen und Gremien.

Das Team
Das Team besteht aus hauptamtlichen und freiberuflichen Pädagog*innen und Sozialwissenschaftler*innen, die sich täglich einem emotional aufgeladenen Arbeitsfeld stellen. Das Team ist gleichberechtigt und fällt seine Entscheidungen gemeinsam auf den Teamsitzungen. Ziel des Teams ist es seinen Aufgaben auf eine möglichst kooperative und transparente Weise und mit Liebe zum Fußball nachzugehen. Dabei ist allen das gesellschaftspolitische Engagement wichtig und der Jugendschutz ein hohes Ziel.

2011    Senatspreis "Dem Hass keine Chance"

2010    "Aktiv für Demokratie und Tolenranz" des Bündnis für Demokratie und Toleranz

2010    Förderpreis für beispielhafte Kinder- und Jugendarbeit

2009    Demokratisch Handeln

2005    Förderpreis für beispielhafte Kinder- und Jugendarbeit

2003    Otto-Brenner-Preis

1998    Senatspreis

1997    Demokratisch Handeln

1984    Bremer Förderpreis für Jugendarbeit

Ein Vierteljahrhundert Fan-Projekt Bremen
„Sitzen ist für’n Arsch!“

Das erste deutsche Fanprojekt war das in Bremen – im Jahr der Weltmeisterschaft in Deutschland wird es 25 Jahre alt. Allerdings ist der Anfang nicht ganz eindeutig auszumachen. Vor dem Beginn einer institutionalisierten Jugendarbeit mit Fußballfans im Winter 1981 gab es bereits eine Studentengruppe unter Leitung von Narciss Göbbel, die sich mit den Werder-Fans unter sozialwissenschaftlichen Gesichtspunkten beschäftigte. Professor Göbbel und seine Studenten von der Uni Bremen versuchten sich seit Ende der 70er mit Hilfe der Feldforschung und der Subkulturtheorie des Centre for Contemporary Cultural Studies der Universität Birmingham den Fanphänomenen in der Bundesliga zu nähern. Als sie einen Aufruf der Bremer Sportjugend im „Weser Kurier“ lasen, in dem auf Gewalttätigkeiten unter den Fans aufmerksam gemacht und eine sozialpädagogische Intervention eingefordert wurde, beschlossen sie, sich dieser Frage zu widmen und ein entsprechendes Konzept zu entwickeln. Es wurden zwei Pädagogen gefunden, die über ihr Studium an der Universität Bremen bereits Kontakt zu der Gruppe hatten. Wie damals üblich, wurden Manfred Knaust und Lutz Linnemann als ABM-Kräfte unter dem Titel „Fan-Projekt Bremen“ bei der Bremer Sportjugend Anfang 1981 zunächst für ein Jahr eingestellt.

Der Verein Fan-Projekt Bremen besteht aus 50 Mitgliedern und einem sechsköpfigen Vorstand:

1. Vorsitzender: Uwe Jahn
2. Vorsitzender: Antje Grabenhorst
Kassenwart: Michael Franzmayer
1. Beisitzerin: Anne Dwertmann
2. Beisitzerin:

Arne Jahns

3. Beisitzer:

Wilko Zicht

Der Vereinszweck ist, sozialpädagogische Maßnahmen mit Fußballfans durchzuführen, die geeignet sind, den kulturellen Lebensbedürfnissen von Jugendlichen in verschiedenen Lebensbereichen gerecht zu werden. Diese Maßnahmen sollen auch zum Abbau von Konfliktsituationen unter Jugendlichen Fußballfans beitragen und dadurch ihre soziale Handlungskompetenz praktisch fördern.

Der Verein wird seit 1993, gemäß dem "Nationalen Konzept Sport und Sicherheit", von der Stadt Bremen und vom Profifußball gefördert.

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