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JuMixx

Kernpunkt des Moduls JuMixx ist die Feststellung, dass junge Migranten/innen in den Fanszenen unterrepräsentiert sind.

Im Rahmen der Angebote sollen durch gemeinsames Erleben und Gestalten Kontakte zu den Jugendlichen aus der Bremer Fanszene und die Möglichkeit des gegenseitigen Kennenlernens zum Abbau von Ressentiments und Vorurteilen geschaffen werden.

Das Projekt JuMixx umfasst zwei Angebotsbereiche:

Filmprojekte mit der Filmemacherin Edina Medra
Stadionschule (u.a. Vorstellung von Berufsfeldern im Stadion)

Kontakt:
Gesa Mann, Tel. 01520 / 51 16 548
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Am Mittwoch, den 07.10.2015, nahmen wir mit unserem Kurs "Menschenrechte früher und heute" an einem Workshop zum Thema "Heimat und Fußball" teil. Der Tag startete für uns um 8.45 Uhr im OstKurvenSaal des Weser-Stadion und endete gegen 15.30 Uhr. Wir begannen mit einer Führung durchs Stadion und erkundeten danach erstmals unseren eigenen Migrationshintergrund. Wie wir feststellten, hatten wir nur sehr wenige gebürtige Bremer unter uns, um genau zu sein nur Einen von einundzwanzig. Der Rest hat nicht nur Vorfahren aus Deutschland, sondern stammt ursprünglich aus den verschiedensten Ländern, wie zum Beispiel auch aus Ägypten, Saudi Arabien, Türkei, Russland, Turkmenistan und den USA. Beeindruckt von dieser Tatsache, begannen wir eine Diskussion zu der Frage: Ab wann bin ich ein Ausländer? Wo ist meine Herkunft? Und was ist eigentlich dann meine "Heimat"? Wir alle schrieben auf einen Zettel, welche Dinge und Gefühle wir mit diesem Wort verbinden. Bei einer Auswertung am Ende des Tages stellten wir übrigens fest, dass bei den meisten die Antwort auf diese Frage lautet: "Heimat ist ein Ort, an dem ich mich wohl fühle". Auf Platz zwei kamen dann Familie und Freunde und dann folgten materielle Dinge, wie zum Beispiel WLAN oder Essen. Dass das Wort "Heimat" ziemlich vielseitig ist, ist nun uns allen klar. Aber das war lange nicht alles, was wir von diesem Tag mitnehmen konnten.

Ousman Manneh – eine Glücksgeschichte

Nach einer Pizzapause interviewten wir dann nämlich Ousman Manneh, einen Flüchtling aus Gambia, der seit diesem Jahr bei Werder Bremens 2. Mannschaft der U23 spielt und an seinem 18. Geburtstag einen Profivertrag unterschrieb. Die Sprachschwierigkeiten überwanden wir mit improvisierten Dolmetschern und Lehrerhilfe. Wir erfuhren zum Beispiel, wie sein erster Eindruck von Deutschland war, wie er zum Fußballspielen kam und ob er Kontakt zu seiner Familie hat. Dass er über seine Flucht und die Gründe dafür nicht reden wollte, verstehen wir voll und ganz. Dass dies nicht schön war, können wir uns alle denken und wir wünschen ihm viel Erfolg für die Zukunft – und wir wissen auch, dass er viel Glück hatte, dass die meisten anderen Flüchtlinge nicht haben.

Auch dieses Interview brachte uns nah, wie wichtig es ist, eine Heimat zu haben und wie wichtig es ist, zu helfen, dass alle einen Ort so nennen können, damit sie sich ebenfalls irgendwo sicher und wohl fühlen. Nach weiteren spannenden Diskussionen, kamen wir endlich auf den gemeinsamen Nenner, dass "Heimat" wohl mit das Wichtigste auf der ganzen Welt ist!

Der Workshop zum Thema "Heimat und Fußball" fand im Zuge der ARD-Themenwoche im "Lernzentrum OstKurvenSaal" des Fan-Projekt Bremen e.V. statt. Finanziert wurde er durch "Arbeit und Leben Bielefeld e.V. DGB|VHS".

Emilia Schlopath und Lena Sterzik (Schülerinnen des Profils "Menschenrechte" des Gymnasiums Links der Weser, Bremen-Kattenturm)

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IMG 5271Am 17. und 18. Februar 2015 fand die erste „JuMixx-Stadionschule“ des neuen Jahres statt. 21 Schülerinnen und Schüler einer Klasse der Oberschule Hermannsburg informierten sich zwei Tage über Werder, Anti-Diskriminierung und Berufsfelder.

Gemeinsam erlebten sie Unterricht in offenerer Form und in anderen Räumlichkeiten. Begleitet wurden sie neben ihren Lehrern vom Bielefelder Verein für demokratisches Handeln e.V. (BVfDH) und dem Lernzentrum OstKurvenSaal.

Am ersten Tag ging es nach einer kurzen Vorstellung und einigen Aufwärmspielen erst einmal ins Weser-Stadion. Fast die Hälfte der Klasse hatte zuvor angegeben, dass sie sich „gar nicht so“ für Fußball und Werder interessieren würden. Nach der Stadionführung schienen die ersten ihre Meinung zu Werder bereits zu überdenken. Im Anschluss daran wurde das Interview für den zweiten Tag vorbereitet. Angekündigt war das junge Talent Janek Sternberg, Werders Nr. 37, und anhand einiger Informationen zu seiner Person wurden Fragen entwickeln, um noch ein wenig mehr über den Fußball-Profi zu erfahren.

Daran anschließend wurden potentielle Arbeitsfelder im und am Stadion zusammengetragen, denn vor lauter Fußball wird oft vergessen, wer z.B. für einen ruhigen Ablauf des Spiels sorgt, oder wer eigentlich genau dafür zuständig ist, dass kein Sitzplatz im Stadion locker ist.

Im darauf folgenden Workshop des BVfDH zum Thema Diskriminierung setzten sich die Jugendlichen mit Werbeanzeigen auseinander, deren rassistischen, sexistischen oder anderweitig diskriminierenden Inhalt sie nach ihrem persönlichen Grad der Diskriminierung sortierten. Ziel dieses Workshops war es, für Diskriminierung im Alltag zu sensibilisieren.

Nach viel Theorie am Dienstag, war der Mittwoch nun praktischer ausgelegt. In VIP-Logen stellten sich drei mögliche Arbeitgeber vor: das Aus- und Fortbildungszentrum für den Öffentlichen Dienst Bremen, das eine große Bandbreite an Berufen anbietet, die eurest sports&food GmbH, für die der VIP-Chefkoch vertreten war, und zum ersten Mal dabei der Werder-Greenkeeper, der für das Wohlergehen des Rasen zuständig ist. Alle standen den Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort rund um benötigte Abschlüsse, Arbeitszeiten, Vergütung und vieles mehr. Es entstanden sogar Kontakte für mögliche Praktika.

Nachdem die eigene Zukunft ein Stückchen klarer geworden war, ging es nun um einen, bei dem Anfang Februar die beruflichen Weichen gestellt wurden, als er seinen Profi-Vertrag unterschrieb: Janek Sternberg.

Im OstKurvenSaal wurde er von der Klasse begrüßt, und anschließend ordentlich ausgefragt über Privates und Berufliches. Er würde wohl etwas mit Sport studieren, wenn es als Profi nicht geklappt hätte, hat sich für Bremen und gegen Hamburg entschieden, weil ihm die Jugendabteilung eine bessere Perspektive bot, ist seit mehreren Jahren in einer Beziehung (zum Leidwesen einiger Schülerinnen) und spielt viel und gerne Playstadion (zur Freude einiger Schüler). Auf die Frage nach seinem Lieblingsverein kam lächelnd prompt ein „Werder natürlich!“. Der Jungprofi stellte sich danach noch bereit für ein Klassenfoto, Autogramme und „Selfies“ mit den Jugendlichen. Und als er sich verabschiedet wird deutlich: diese Klasse interessiert sich doch mehr für Fußball, als zuvor angenommen.

Nach einer Zivilcourage-Einheit durch den Bremer Polizeioberkomissar Wolfram Franke, in der deutlich wurde, dass „Gewalt“ für jeden an einer anderen Stelle beginnt und man daher rücksichtsvoll miteinander umgehen sollte, gab es bei der Verabschiedung der Klasse viel positives Feedback zu den zwei Tagen.

 

Die „JuMixx-Stadionschule“ ist Teil des Kooperationsprojekts „Lernzentrum OstKurvenSaal“ des Fan-Projekts und Werder Bremens. Es wird finanziert durch die Bundesliga-Stiftung, die Werder Bremen-Stiftung und die Aktion Mensch.

 

Mirjam Lüder

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Am 24. und 25. Februar 2015 machte sich eine kleine Gruppe aus Burg-Grambke auf den Weg zu zwei Tagen „Unterricht“ im Weser-Stadion. Neben einer Stadionführung, ging es vor allem in der „Stadionschule“ um Berufsfelder in und um das Stadion, sowie um verschiedene Diskriminierungsformen, die durch Referenten des „Bielefelder Vereins für Demokratisches Handeln“ (BVfDH) mit den Schülern und der einen Schülerin besprochen wurden. Darüber hinaus standen Interviewtechniken auf dem Programm, denn am nächsten Tag hatte sich Marnon Busch zum Gespräch im OstKurvenSaal angekündigt. Der letzte Punkt auf der Tagesordnung war eine Einheit zu „Rechtsextremistisches Symboliken, Codes und Kleidermarken“ durch einen Referenten des Fan-Projekts, der die Teilnehmer/innen zu diesem Thema sensibilisierte.

Am zweiten Tag ging es zunächst in die VIP-Logen des Stadions, wo eine Vertreterin des Aus- und Fortbildungszentrums des Öffentlichen Dienst und der Greenkeeper des SVWs Praktika- und Ausbildungsmöglichkeiten den Jugendlichen näher legten.

Anschließend ging es wieder ins Fan-Projekt, um Marnon Busch über seine Karriere, sein öffentliches und sein privates Lebens auszufragen. Fragen wie „Sind die Kollegen auf dem Platz für Sie eher Freunde oder Geschäftspartner?“, „Dürfen Sie gefährliche Sportarten ausüben?“ oder auch persönliches wie „Gehen Sie oft feiern?“, beantwortete der Jungprofi souverän, bodenständig und ausführlich. Nach dem obligatorischen Klassenfoto und einigen Autogrammen, verabschiedete er sich zum nachmittäglichen Training.

Das Thema Gewalt und Handymobbing, behandelt durch den Bremer Polizeioberkommissar Wolfram Franke, rundete die zwei Tage im Lernzentrum OstKurvenSaal ab.

Die „JuMixx-Stadionschule“ ist Teil des Kooperationsprojekts „Lernzentrum OstKurvenSaal“ des Fan-Projekts und Werder Bremens. Es wird finanziert durch die Bundesliga-Stiftung, die Werder Bremen-Stiftung und die Aktion Mensch.

Gesa Mann

 

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Am 10. und 11. März 2015 besuchten Schülerinnen und Schüler der Oberschule am Waller Ring die „JuMixx“-Stadionschule im Weser-Stadion.

Nach ein paar kleineren Aufwärmspielchen, ging es zunächst erstmal an die frische Stadionluft, um die ein oder andere Frage beantwortet zu bekommen und fotografische Andenken in den nicht öffentlichen Werder-Bereichen zu machen. Bei einem Workshop zu den Themen Vorurteile und Diskriminierungsformen, durchgeführt durch einen Kollegen des Bielefelder Vereins für Demokratisches Handeln (BVfDH), konnten die Jugendlichen ihre Erfahrungen und Meinungen zu beispielsweise Sexismus in der Werbung äußern.

Der zweite Tag stand im Zeichen der Berufsvorbereitung: In Kleingruppen wurde in den VIP-Logen des Nordens den Teilnehmer/innen zunächst Praktika- und Ausbildungsmöglichkeiten bei der Bremer Straßenbahn AG und beim Aus- und Fortbildungszentrum für den Öffentlichen Dienst vorgestellt, bevor der eurest sports&food-Chefkoch des Stadion-VIP-Bereichs im OstKurvenSaal über seinen Beruf berichtete. So erzählte er, dass allein 400 bis 500 Kilogramm an Currywurst nur in seinem Bereich am Spieltag an die hungrigen Stadionbesucher ausgegeben werden. Genau wie die anderen Arbeitgeber, bot er den Jugendlichen an, dass sie gerne mal ein Praktikum machen können, oder sogar eine Ausbildung, um mehr über den Alltag in diesen Berufen zu erfahren.

Im Anschluss daran folgte das Highlight für die Waller Schülerinnen und Schüler: ein exklusives Interview mit dem jungen Profi Melvyn Lorenzen. Dieser antwortete ausführlich und ehrlich auf die am Vortrag vorbereiteten Fragen und gewährte den jungen (Neu-)Fans einen Einblick in seinen persönlichen und professionellen Alltag. So antwortete er auf die Frage nach seiner Zukunft, dass er sich durchaus vorstellen könnte später mit seiner Frau und seinen zwei oder drei Kindern in Amsterdam zu leben, am besten als Jugendtrainer bei Ajax Amsterdam. Familie spiele bei ihm insgesamt eine sehr wichtige Rolle, vor allem als Unterstützung in schweren Zeiten, wie beispielsweise während seiner Verletzungsphasen.

Leicht aufgedreht ging es anschließend in den letzten Workshop für die Stadionschule, den erneut Holger Wiewel vom BVfDH leitete und der sich mit Gewaltprävention beschäftigte.

Die „JuMixx-Stadionschule“ ist Teil des Kooperationsprojekts „Lernzentrum OstKurvenSaal“ des Fan-Projekts und Werder Bremens. Es wird finanziert durch die Bundesliga-Stiftung, die Werder Bremen-Stiftung und die Aktion Mensch.

Gesa Mann

IMG 5493 Ein letztes Mal vor den Bremer Osterferien hieß es für rund 20 Neuntklässler aus Tenever Unterricht an einem anderen Ort, nämlich in der „Stadionschule“ im Weser-Stadion. Erstmalig nutzte die Oberschule an der Koblenzerstraße das zweitägige Angebot, um Werder Bremen und das Stadion aus einer anderen Perspektive kennenzulernen. Die bis dahin eher weniger fußballinteressierten Schülerinnen und Schüler ließen sich zunächst während einer 90minüitigen Stadionführung ihr „Klassenzimmer“ für die kommenden zwei Tage erläutern, bevor es in die Vorbereitung des Interviews mit Lukas Fröde (U23) ging. In Zweierteams arbeiteten die Jugendlichen Fragen aus, die sie am nächsten Tag dem Jungprofi stellen wollten. Nach einem Unterrichtsblock angeleitet durch Referenten des Bielefelder Vereins für Demokratisches Handeln (BVfDH), bei dem mit Hilfe von Werbeanzeigen oder Produktbildern Vorurteile und Diskriminierungsformen erarbeitet wurden, wurde der erste Tag der Stadionschule erfolgreich beendet. Der nächste Morgen startete wie gewohnt im nördlichen Logenbereich mit der Präsentation von Berufsfeldern durch Werder Partner und –sponsoren. Dieses Mal dabei waren Mitarbeiterinnen von Radio Bremen und des RehaZentrums Bremen, sowie zwei Kollegen der elko Werder&Security GmbH. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Chance und informierten sich über mögliche Praktika- und Ausbildungsplätze. Ausgestattet mit neuen Erkenntnissen und Giveaways ging es zurück in den OstKurvenSaal des Fan-Projekts, wo sich kurz drauf Lukas Fröde zum Interview einfand. Nach dem sich die erste Schüchternheit beider Seiten gelegt hatte, plauderten der Jungprofi und die Jugendlichen entspannt über private und berufliche Erlebnisse. Auf die Frage nach dem Lieblingsverein des Spielers, konnte er zunächst keinen nennen, verbesserte sich dann jedoch schnell und bestätigte den jungen „Journalisten“ das sein Herz selbstverständlich grün-weiß schlage. Nach dem obligatorischen Klassenfoto, individuellen Autogrammwünschen („Ich muss wirklich das schreiben meines Namens mehr üben“, merkte Lukas Fröde schnell) und einigen Selfies später, wurde der Werderaner von seinen neuen Fans ins Mannschaftstraining entlassen. Beschlossen wurde die zweitägige Veranstaltung mit einer intensiven Einheit des BVfDH, bei der die subjektive Wahrnehmung von Gewalt im Mittelpunkt stand.

Der begleitende Klassenlehrer bedankte sich anschließend für den etwas anderen Unterricht an einem besonderen Ort: „Meine Schüler haben viel mitnehmen können“, so seine sehr positive Resonanz.

Die „JuMixx-Stadionschule“ ist Teil des Kooperationsprojekts „Lernzentrum OstKurvenSaal“ des Fan-Projekts und Werder Bremens. Es wird finanziert durch die Bundesliga-Stiftung, die Werder Bremen-Stiftung und die Aktion Mensch.

Gesa Mann

Mit einer spannenden Begrüßungsrunde stellten sich Gesa Mann (Projektleiterin) und Holger Wiewel (Bilefelder Verein für Demokratisches Handeln e.V.), unsere Begleiter für die zwei Tage (10. und 11. März 2015), in der Stadionschule vor. Der Tagesablauf war auch schnell geregelt. Als erstes auf der Liste war die Stadionführung, dazu passend bekam jeder eine Frage. Das sonst so laute und mit Fans gefüllte Stadion, war während der Führung still. Helmut Dunker unser Stadionführer, lotste uns durch das große Stadion. Er erklärte uns, dass Werder ein sympathischer Verein ist und fügte hinzu „Gastfreundschaft wird bei uns groß geschrieben“. Nach der interessanten Besichtigung des Stadions, haben wir uns für das am nächsten Tag bevorstehenden Interviews mit Melvyn Lorenzen vorbereitet. Zum Abschied hatten wir einen Workshop zum Thema Rassismus.

 

Der zweite Tag der Stadionschule begann wieder mit einer Begrüßungsspiel. Aus dem Spiel ergaben sich die Gruppen für die Vorstellungen verschiedene Berufe. Die eine Gruppe hörte sich zuerst die Vorstellungen der Berufe und Ausbildungswege der BSAG an, die andere Gruppe hörte die des öffentlichen Dienstes in Bremen an. Danach wurde getauscht. Die Arbeitgeber stellen unterschiedliche Berufe vor, von denen man gar nicht wusste, dass diese Betriebe diese anbietet. Anschließend stelle sich dann der Chefkoch des Weser-Stadions der ganzen Klasse vor. Er erzählte, dass man ab August 2015 im Weser-Stadion eine Ausbildung als Koch/Köchin machen kann. Außerdem kann man ab 16 Jahren einen Nebenjob im Stadion praktizieren. Nach einer Pause wurde ein Interview mit Melvyn Lorenzen geführt. Er erzählte, dass er sich bei FIFA nicht selber spielt da er noch zu schlecht ist und er meinte, dass er im Sommer deine Familie in Uganda besuchen möchte. Melvyns Wunsch ist es momentan in die Startelf zu kommen, und öfter auf der Straße erkannt zu werden. Nachdem das Interview beendet wurde, hatten wir einen Workshop über Gewalt und Fußball, Fanleben und allgemein leben. Am Ende wurde ein weiteres Spiel gespielt und ein Feedback für Gesa und Holger abgegeben. Uns hat die Stadionschule sehr gefallen und wir haben viel erlebt und neues Wissen dazu bekommen.

Schülerinnen und Schüler der Klasse 9c, OS am Waller Ring

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Erstmalig nahmen am 22. und 23. April 2015 Schülerinnen und Schüler aus dem angrenzenden Niedersachsen an der „JuMixx-Stadionschule“ teil. Ihre Klassenlehrerin hatte im vergangenen Jahr einen Zeitungsartikel im Weser-Kurier über das Projekt gelesen und sich gleich bei Gesa Mann, der verantwortlichen Projektleiterin, mit ihrer Klasse angemeldet.

So kam es, dass sich an zwei Tagen im April rund 17 Jugendliche aus Nordenham auf den Weg machten, um im „Lernzentrum OstKurvenSaal“ des Fan-Projekts u.a. mehr über Berufsfelder von Bremer Arbeitgebern kennenzulernen. „Leider bietet Nordenham nicht sehr viele Möglichkeiten für eine Ausbildung. Deshalb müssen die Schüler wahrscheinlich früher oder später in größeren Städten wie Bremen sich einen Arbeitsplatz suchen. Und die Stadionschule stellt ihnen da potenzielle Arbeitgeber vor“, wie die Klassenlehrerin immer wieder ihre hartnäckige Bewerbung begründete. In diesem Durchgang präsentierten sich den interessierten Nordenhamern das RehaZentrum Bremen, das Aus- und Fortbildungszentrum für den Öffentlichen Dienst in Bremen und die elko Werder&Security GmbH am zweiten Tag in den Logen des Stadions.

Doch zunächst hieß es am ersten Tag sich mit Hilfe einer Stadionführung im „Klassenzimmer“ der kommenden zwei Tagen zu orientieren. Bevor die Jugendlichen allgemein mehr über Berufsgruppen bei Werder Bremen und innerhalb des Weser-Stadions erfuhren, sowie einen Workshop zum Thema „Rechtsextremistische Symboliken, Codes und Lifestyle“ erhielten, wurden anhand eines Interviewleitfadens Fragen für eine Talkrunde mit Max Eggestein am nächsten Tag entwickelt. Dieser plauderte mit den Schülerinnen und Schülern in entspannter Runde über seine Hobbies, seine Vorbilder, sowie über seine private und berufliche Zukunftsplanung. 

Nach dem TreffeIMG 5620n mit dem Jungprofi, folgte zum Abschluss ein weiteres Highlight für die Klasse: gemeinsam mit Michael Arends vom CSR-Management, übten sich alle bei strahlendem Sonnenschein erstmalig im Blindenfußball. Eine Schülerin und ein Schüler erklärten sich zur vollständigen Blindheit bereit, das bedeutete, dass sie während der kompletten Sporteinheit eine verdunkelte Skibrille trugen und sich alleine, aber auch mit Unterstützung ihrer Mitschüler zurechtfinden mussten. Durch kleinere Übungen mit und ohne Rasselball wurden die Jugendlichen auf die Dunkelheit bzw. die verminderte Sehkraft (es gab auch Brillen mit verschiedenen Sehstärken) vorbereitet. Am Ende gab es ein Spiel fünf gegen fünf, wo sich auch der eine oder andere „professionelle“ Mannschaftskicker neu orientieren musste.

 

Die „JuMixx-Stadionschule“ ist Teil des Kooperationsprojekts „Lernzentrum OstKurvenSaal“ des Fan-Projekts und Werder Bremens. Es wird finanziert durch die Bundesliga-Stiftung, die Werder Bremen-Stiftung und die Aktion Mensch.

Am 23. und 24. September 2015 besuchte die Klasse 9c der Oberschule Sebaldsbrück die „JuMixx-Stadionschule“ im OstKurvenSaal des Fan-Projekt Bremen. Die 23 Schüler*Innen der Oberschule sowie deren zwei begleitenden Lehrkräfte begannen den Mittwoch mit einem kurzen Aufwärmspiel um danach konzentriert an der Stadionführung teilnehmen zu können. Anschließend wurden in Kleingruppen verschiedene Interviewtechniken geübt, da am nächsten Tag der Profifußballer Oliver Hüsing zu Besuch kam. Am Nachmittag gab es einen Workshop über Rassismus und Vorurteile, den Referenten des „Bielefelder Vereins für Demokratisches Handeln e.V.“ begleiteten.

Der zweite Tag wurde draußen gestartet mit einem Warm-Up, bevor in den Nordlogen das Aus- und Fortbildungszentrum für den Öffentlichen Dienst, das RehaZentrum Bremen sowie die elko Werder&Security GmbH ihre Ausbildungsmöglichkeiten vorstellten und die Schüler*innen erste Kontakte aufbauen konnten. Danach, als kleines Highlight der zwei Tage, kam Oliver Hüsing in den OstKurvenSaal um alle Fragen der Jugendlichen zu beantworten, Autogramme zu geben und natürlich auch Fotos zu machen. Besonders interessiert waren die Teilnehmer*Innen ob Oliver Hüsing seinen Müll trennt, wo sein Lieblingsort zum Schwimmen ist und auf welcher Konsole er FIFA spielt (Playstation). Eine weitere Frage der Interviewer*Innen ging um Rassismus und um die Integration des Profifußballers Ousman Manneh, der als Flüchtling nach Deutschland gekommen ist. Seine Antwort zu Manneh „super integriert, das ist ein feiner Kerl“ kamen bei den Jugendlichen gut an. Als Abschluss der zwei Tage führte der Polizist Michael Galitschkin in der Werder Halle in der Pauliner Marsch Elemente des Sporteignungstest für die Ausbildung der Polizei durch.

Die „JuMixx-Stadionschule“ ist Teil des Kooperationsprojekts „Lernzentrum OstKurvenSaal“ des Fan-Projekts und Werder Bremens. Initiatorin von "Lernort Stadion" ist die Robert Bosch Stiftung, die das Projekt seit 2010 gemeinsam mit der Bundesliga-Stiftung fördert. Als Partner zum neuen Thema Inklusion unterstützt die Aktion Mensch seit 2014 das Vorhaben inhaltlich und finanziell.

Vanessa Maas

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Unterkategorien

Stadionschule

Die Stadionschule orientiert sich an der Idee, die Faszination und den Reiz von Werder Bremen und dem dazugehörigen Weser-Stadion zu nutzen, um dem schulischen Lernen eine neue Plattform außerhalb der Schule zu bieten: Das Weser-Stadion wird zum Klassenraum. Dieses Konzept soll den Teilnehmer*innen, neben einem Beitrag zur Allgemeinbildung, eine Hilfestellung zur weiteren, selbstständigen Lebens- und Berufsplanung geben.

Während des zweitägigen Projekts werden den Schüler*innen Berufe vorgestellt, die bei Werder Bremen, im Weser-Stadion und bei Partnern von Werder ausgeübt werden. Vor allem aber Tätigkeiten, zu denen die Jugendlichen einen realistischen Bezug entwickeln können, wie z.B. Fachfrau/-mann für Schutz und Sicherheit, Ausbildungen im Bereich der Landschafts- und Gartenpflege oder in der Gastronomie.

 

 

Das „JuMixx-Filmprojekt" gibt es seit 2010 und wurde im Zuge des Projekts „Lernzentrum OstKurvenSaal" iniziiert.
 

Bisher wurden fünf Filme mit Jugendlichen produziert und veröffentlicht. Über das Medium Film sollen junge Menschen die Chance bekommen sich zu Themen zu äußern, die sie in ihrem Alltag beschäftigen, um so auf diese aufmerksam zu machen und eventuell Lösungsansätze zu entwickeln. Darüber hinaus wird durch dieses Filmprojekt auch Medienkritik und Reflexion des eigenen Medienkonsums erarbeitet und ein Einblick sowohl in die Filmgeschichte, als auch in die Industrie der Filmproduktionen gegeben. Begleitet werden die Teilnehmer*innen u.a. von professionellen Filmemacher*innen und Medienpädagog*innen.

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